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Latin Travels 2

Label/Vertrieb über: Exil, Sixth Degrees / Veröffentlichung: 23.09.2005 bei amazon.de zu kaufen

(peterB) - San Franzisko ist nicht unbedingt berühmt geworden durch seine Weltkulturstellung. Mit dem kleinen Label Sixth Degrees brodelt ein kleines feines Weltkultürchen auch in und außerhalb dieser Stadt. Spezialität der 2 Label-Gründer Pat Berry und Bob Duskis ist die Zusammenstellung brillianter extrem tanztreibender Kompilationen. Sie kramen dabei nicht - wie sonst üblich - im Archiv der Plattenkiste sondern geben spezielle Aufträge an die jeweils zu featurnden Artists heraus. Damit schaffen sie natürlich einen sehr eigenständigen CD Mix und gleichzeitig pushen sie die auserwählten Künstler. Das ist eine ganz andere Form von Respekt gegenüber der Musik, die hier gezeigt wird. Fast alle Ihre CDs bestechen durch extrem groovende Sounds. Die Tanzfläche im Club ist das Ziel - zum Aufwärmen tuts aber natürlich auch der heimische Teppich.

Aktuelles Werk ist "Latin Travel 2" - also bereits Version Latin-2 - einer fortwährenden Weltreise. Die "Travel"-Reihe reist um den Globus und kristallisiert sich jeweils in Clubmusik, die durch bestimmte Stilrichtungen geprägt sind. Hier nun Latin und wenn man glaubt, der Latin sound, muss aus Lateinamerika kommen, der wird sich schwer wundern, wenn man genauer hinguckt. Fast aus der ganzen Welt kommen die Musikanten auf diesem Album und präsentieren einen unglaublich tanzbaren Latinosound. Die Basis kommt von den Klassikern: Salsa, Son, Reggaeton, Chachacha bis hin zu Jazz, HipHop und Funk. Das ganze Remixed und neu arrangiert für diese Stunde voller Dauerbewegung, der DJ kann Pause machen.

Highlights: Latin Soul Syndicate aus dem tiefen Westen der Staaten, eine sanfte HipHop-Behandlung vom Kubaner Altmeister Beny Moré "Manzanillo" und nicht zuletzt die jazzige Improvisationsstuide "Post Modern Cumbia" - aus der Garage aufs Album gekommen und ein toller Ausklang eines bewegenden Albums. Die hohe Kunst der Dancefloor-Weltmusik findet Six Degrees!

Weitere Informationen:

Getextet im November 2005

review (c) Peter Beckhaus für reggaenode.de

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